Smart Green Wall

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Interreg Smart Green Wall Deutschland Nederland

Das Klima wandelt sich und viele Regionen haben vermehrt mit Problemen wie Starkregen, langen Trockenperioden und Hitzestau zu kämpfen. Aber auch Probleme wie Luftverschmutzung durch Feinstaub, CO₂ und Stickstoff sowie zunehmender Verkehrslärm stellen besonders in urbanen Gebieten eine Herausforderung dar. Aus diesem Grund werden effektive, klimaorientierte Anpassungen immer drängender.

Lösungen zur Verbesserung des Mikroklimas sind bereits auf dem Markt. Dazu gehören beispielsweise vertikale Gärten, d. h. begrünte Wände, bei denen die Pflanzen – anders als bei herkömmlichen Gärten – stattdessen in der Vertikalen (z. B. an Fassaden) wachsen. Diese vertikalen Gärten tragen aktiv zu einer Luftverbesserung bei, indem sie weitreichende Reduktion von Temperatur, Lärm, CO₂ und Schadstoffen ermöglichen. Bislang sind diese Systeme noch mit hohen Versorgungs- und Wartungskosten verbunden, was häufig zu einer Entscheidung gegen deren Einsatz und ihre positiven Effekte führt.

Um ein Umdenken zu bewirken, haben sich im Rahmen des Projekts „Smart Green Wall“ eine Hochschule sowie sechs deutsche und niederländische KMU zusammengeschlossen. Im Laufe des Projekts entwickeln sie langlebige Produkte und Services für die automatisierte Versorgung und ferngesteuerte Wartung von vertikalen Gärten. Ihr Ziel ist es, durch diese Innovationen die Betriebskosten zu reduzieren und so einen breiten Einsatz „grüner Wände“ zu fördern.

Das „Smart“ im Projektnamen steht dabei für KI- und sensorgestützte Managementsysteme, die die autonome Überwachung und Wartung der Gärten sowie Pflege der Pflanzen durch integrierte Systeme bewirken. Der Fokus dieser Managementsysteme liegt auf der effizienten Nutzung frei verfügbarer Ressourcen wie Energie und Wasser. So wird zum Beispiel sämtliches Grau- und Regenwasser gefiltert, gespeichert und in einem geschlossenen System zur Bewässerung vertikalen Gärten genutzt. Dadurch können zusätzlich die Auswirkungen von Starkregenereignissen abgemildert werden. Währenddessen sorgen die verbauten Solarpaneele und Batteriesysteme für die energetische Unabhängigkeit des Systems. Die Integration von 5G-Konnektivität erlaubt hohe Just-in-Time-Datenübertragungen und eröffnet darüber hinaus zusätzliche Funktionalitäten wie etwa die Unterstützung von Verkehrskontrolle und -steuerung sowie des autonomen Fahrens.

Die Einsatzmöglichkeiten vertikaler Gärten wird zudem durch die gezielte Anpassung von Pflanzengemeinschaften und die Optimierung von Substraten für unterschiedliche Nutzungen und Klimazonen erweitert. So wird nicht nur das Stadtbild an den verschiedensten Orten durch „Smart Green Wall“-Gärten optisch aufgewertet, sondern auch gleichzeitig die Lebensqualität von Bürger/innen gesteigert: Grüne Fassaden verbessern die Luft, wirken lärmreduzierend, kühlen das Wohnumfeld und sorgen auch im Stadtbild für mehr Biodiversität. Sie wirken sich positiv auf das Image der Städte aus und machen diese zu Standorten, welche sich für nachhaltige Stadtentwicklung, wirtschaftliche Innovation, ökologische Verantwortung und gesellschaftlichen Mehrwert einsetzen.

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